Ende gut, alles gut!

Dank Märchen kann man spannendste Entdeckungsreisen machen, auch ohne das eigene Haus verlassen zu müssen. Man soll nur gut zuhören und der Fantasie freien Lauf geben. Anlässlich des Bundesweiten Vorlesetags am 20. November haben Kinder in Jona’s Haus eine spannende Reise voller Abenteuer vom Nahen Osten über Russland und Georgien (Kaukasus) bis hin nach Süd-Ost-Asien gemacht.

Die erste Station war Syrien. Bei orientalischer Musik setzten sich die Kinder in Gedanken auf einen fliegenden Teppich – und sind schon mitten im Geschehen. Im Märchen aus 1001 Nacht geht es um Gastfreundschaft. Sie lohnt sich immer, denn sie bereichert sowohl die Gastgeber als auch die Gäste und macht sogar manchmal fremde Menschen zu besten Freunden. Anschließend gibt es typische Köstlichkeiten aus dem Nahen Osten: getrocknete Früchte und süßes Gebäck.

Gut gestärkt machen sich die Kinder auf den Weg in den Kaukasus: Über hohe Berge und tiefe Flüsse führt der Pfad nach Georgien. Dort treffen die kleinen Zuhörer auf einen bösen Riesen und müssen ihre Weisheit und Kenntnisse einsetzten um ihm zu entkommen und ans Ziel zu gelangen.

„Dongeng dari seluruh dunia“,- schreien die Kinder laut, – die fremden Wörter klingen wie ein Lied – das heißt „Märchen aus aller Welt“ auf Indonesisch. Die Kinder können auf einem original indonesischen Musikinstrument spielen und spitzen die Ohren, um der aufregenden Geschichte über die Ozeanbewohner zu lauschen. An dem spannendsten Teil des Abenteuers wird das Vorlesen unterbrochen. Damit werden die Kinder motiviert, später das Buch zur Hand zu nehmen und selber nachzulesen wie die Geschichte ausgeht.

Die Reise führt schließlich in das größte Land der Welt. Im russischen Märchen „Die Rübe“ versetzten sich die Kinder spontan und spielerisch in die Rollen der Märchendarsteller: Das Mäuschen, das Kätzchen, das Hündchen, das Mädchen, die Oma und der Opa halten zusammen und können durch koordinierte Zusammenarbeit die riesiggroße Rübe aus der Erde ziehen. „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir doch zusammen!“- schreien die Kinder voller Freude.

Es ist wie im Märchen: Ende gut, alles gut.

Svetlana Nejelscaia

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