Jona’s Medienprojekt: Geflüchtete Kinder drehen Film über ihre Schule!

Zwei genervte Zauberschüler und eine freche Clownin streiten sich darum, wem die Schule gehört: Eine wohl eher seltene Szene in Spandauer Grundschulen. Dabei wird am Ende klar: „Alle Kinder dürfen in der Schule zaubern lernen!“- Über dieses Projekt hat das „Haus der kleinen Forscher“ eine kurze Dokumentation gedreht: Ein Blick hinter die Kulissen von „Jona’s Medienprojekt“.

In dem Film, den unsere Medienpädagogin Frederike Ruhl mit fünf Kindern aus Flüchtlingsfamilien an der Astrid-Lindgren-Schule erarbeitet hat, wird schnell deutlich, wie begeistert die Kinder von ihrer Schule sind. Kein Wunder, denn sie haben für ihr Filmprojekt nicht nur das Drehbuch selbst entwickelt, sondern auch die Szenen selbst gefilmt, mit Sound und Effekten ausgestattet und gemeinsam geschnitten. So muss Schule einfach Spaß machen. Das besondere dabei ist, dass die Kinder auf diese Weise auch noch ganz viel lernen: Für das Drehbuch müssen die Sätze nicht nur gramma-tikalisch einwandfrei sein, auch die Aussprache will gelernt sein. Nebenbei lernen die Kinder außerdem, wie man ein Tablet benutzt, mit dem Videoprogramm umgeht und wie man den Fokus richtig einstellt. Medienkompetenz und Sprachförderung – das sind die beiden Bausteine, die dieses Projekt zu etwas ganz besonderem gemacht haben. Spätestens, wenn man den Film der Kids anschaut, bestätigt sich, was Schulleiterin Simone Kraft so treffend formuliert: „Es ist immer wieder schön zu sehen, wie frei, mit welcher Freude, aber auch mit welcher Kompetenz sich die Kinder präsentieren. Bei einigen Projekten schaue ich mir das Ergebnis voller Bewunderung an und denke: ‚Das möchte ich auch gerne können.'“

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